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Kirschen gegen Muskelkater

Das vergangene Pfingstwochenende verbrachte ich mit meiner Familie in meiner Heimatgemeinde Breitenbrunn am Neusiedlersee. Bei herrlichem Wetter verwöhnte uns meine Oma mit herrlichen Kirschen von ihrem eigenen Kirschbaum. Die Kids konnten gar nicht genug davon bekommen und auch ich liebe diese Früchte besonders und freu mich immer schon wenn endlich die Saison anfängt...

Warum sind Kirschen so gesund?

Kirschen schmecken nämlich nicht nur sehr gut, sie sind reich an wertvollen Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen, wie Vitamin C, Folsäure, B-Vitamine, Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen und Phosphor – diese Zusammensetzung senkt zum Beispiel den Harnsäurespiegel, stimuliert die Blutneubildung, wirkt entwässernd, schützt Nieren und die Leber und wirkt sich insgesamt positiv auf den Körperstoffwechsel aus.

Die rote Farbe der Kirschen kommt von den sog. Anthocyanen – diese wirken antioxidativ und haben damit diekirschen Fähigkeit, freie Radikale in den Zellen abzufangen und somit Krebs und Herz-Kreislauferkrankungen vorzubeugen.

Durch den hohen Ballaststoffgehalt regulieren Kirschen außerdem noch unsere Verdauung und beugen Verstopfung vor.

Weichseln enthalten übrigens gegenüber Süßkirschen mehr Vitamine und Mineralstoffe!

Für sportlich Aktive besonders interessant:

In einer Studie mit College Studenten konnte gezeigt werden, dass die anti-oxidative und entzündungshemmenden Stoffe der Kirsche vorbeugend gegen Muskelkater wirken.

Die Teilnehmer der Untersuchung tranken zwei Tage vor und vier Tage nach einem Training zweimal täglich ein Getränk. Die eine Hälfte erhielt einen Kirschsaft, eine Kontrollgruppe trank einen Saft ohne Kirschanteil, der aber durch entsprechende Farb- und Aromastoffen wie Kirschsaft  schmeckte (Placebo).

Anschließend absolvierten die Teilnehmer für sie ungewohnte Übungen wie Hanteltraining und Bergaufgehen. Vor und in den Tagen nach dem Training wurde die Leistungsfähigkeit der Muskulatur getestet -  Beweglichkeit, Spannung und Kraft wurden gemessen. Zudem sollten die Teilnehmer möglicherweise auftretende Muskelschmerzen auf einer Skala von eins bis zehn bewerten.

Das Ergebnis: Weniger Kraftverlust und weniger Schmerzen mit Kirschsaft

Vor allem die Muskelkraft profitierte von dem Kirschsaft: Während die Placebogruppe nach dem Training um 22 Prozent Kraft einbüßte, fiel sie unter den Kirschsaft-Trinkern nur um etwa vier Prozent ab. Dieser Effekt hielt noch 96 Stunden nach Ende des Trainings an.

Außerdem berichteten die Kirschsafttrinker  insgesamt weniger Schmerzen (2,4 Prozent auf der Schmerzskala), und diese erreichten zudem bereits nach 24 Stunden ihren Höhepunkt. Die Teilnehmer der Placebo-Gruppe hatten größere Schmerzen (3,2 Punkte auf der Schmerzskala) und berichteten, dass ihre Muskelschmerzen erst nach 48 Stunden nachließen.

 

Quelle: Connolly DA et al. Efficacy of a tart cherry juice blend preventing the symptoms of muscle damage. Br J Sports Med, Aug 2006

 

 

 

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