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Matcha-Tee - flüssiges Superfood?

Wer Lifestyle-Bloggern regelmäßig auf Instagram folgt, kennt das grüne Trendgetränk längst. Der Matcha-Tee dürfte unter den Superfood-Kennern gerade voll im Trend liegen. Da bin ich natürlich neugierig geworden, auch weil ich sehr gerne und viel Tee trinke und ich immer offen für Neues bin.

Was ist Matcha-Tee?

Matcha nennt man die gemahlenen Teeblätter der Grünteesorte Tencha, die durch eine mehrwöchige Beschattung eine tiefgrüne Farbe aufweist. Durch die lange Beschattung nimmt der Chlorophyllgehalt und die Menge an verschiedenen Aromastoffen im Tee stark zu. Die Blätter werden, nachdem die Blattadern entfernt wurden, zu einem Pulver zermahlen. Die aufwendige Herstellungsweise macht diesen Tee zu einem teuren Getränk, das jedoch voll im Trend liegt und auch zurecht als Superfood bezeichnet werden kann.

Ist Matcha-Tee wirklich so gesund?

Die gesundheitlich wirksamen Inhaltsstoffe liegen im Matcha-Tee im Gegensatz zum herkömmlichen Grüntee in hochkonzentrierter Form vor. Vor allem antioxidativ wirkende Polyphenole und Catechine sollen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Arteriosklerose, Diabetes und Krebs schützen. Besonders dem sog. EGCG (Epigallocatechingallat) werden diese Wirkungen zugeschrieben, weil es laut Studien entzündungshemmend wirkt und einen positiven Effekt auf das Immunsystem aufweist. Auch in der Krebs- und Alzheimerforschung laufen Studien mit dem Inhaltsstoff EPCG. Man darf also gespannt sein, welche Einsatzmöglichkeiten des Grüntees sich in Vorbeugung und Therapie verschiedener Erkrankungen noch auftun.

Was andere Inhaltsstoffe angeht, so sollte man unbedingt auch wissen, dass Matcha bzw. auch herkömmlicher Grüntee auch Oxalsäure enthält, welche die Aufnahme von Calcium, Magnesium, Zink und Eisen hemmt. Es ist deshalb ratsam, den Grüntee nicht unmittelbar vor  und nach dem Essen bzw. zu einer Mahlzeit zu trinken.

Der Koffeingehalt von ein bis eineinhalb TL Matcha entspricht übrigens dem eines kleinen Espressos. Ich trinke den Tee meistens ein, zwei Stunden nach dem Frühstück und fühle mich danach angenehm wach, belebt und kann mich gut auf meine Arbeit  konzentrieren. Ich könnte mir zudem vorstellen, dass der Genuss einer Tasse Matcha-Tee vor dem Training eine Extraportion Energie bringen könnte - werde ich demnächst mal vor einer Bikerunde ausprobieren ;-)

Wie bereitet man Matcha-Tee zu?

Das Pulver wird mit 80°C heißem Wasser übergossen und dann traditionell mit einem Bambusbeserl aufgeschlagen. Ich verwende dau einen normalen kleinen Schneebesen. Am besten so lange schlagen, bis er an der Oberfläche schaumig wird.  Matcha ist viel cremiger als normaler Grüntee und hat eine wirklich tiefgrüne Farbe.

Ich habe den "Bio Japan Matcha" von demmer getestet. Eine 30 Gramm-Dose Matcha-Pulver kostet im Reformhaus etwas mehr als 20 EUR, so viel habe ich als Teeliebhaberin noch nie für Tee ausgegeben! Das Pulver sollte im Kühlschrank gelagert werden, damit es seine Qualität nicht verliert. Der Geruch des frisch zubereiteten Tees erinnert mich stark an eine gemähte Wiese ;-) und auch der Geschmack ist ziemlich "grasig". Ich habe festgestellt, dass mir der Tee abgekühlt viel besser schmeckt als heiß, ich denke er würde sich auch gut als Eistee eignen.

FAZIT:

PRO: Interessantes Getränk zum Munterwerden mit gesundheitlich positiven Inhaltsstoffen. Der Geschmack ist zunächst gewöhnungsbedürftig, hat aber durchaus Suchtpotential ;-)

CONTRA: mit ca. 20 EUR pro 30g sehr teuer.

TIPP: Unbedingt auf BIO-Qualität aus Japan achten (Ökosiegel) um sicher zu gehen, dass der Tee nicht stark pestizidverseucht ist.

 

 

 

Foto: shutterstock

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