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Die Tomate - eine Radikalfängerin...

Ich liebe Paradeiser! Schon als Kind hab ich sie aus Omas Garten gepflückt und wie einen Apfel gegessen und angeblich hab ich als Baby sogar Paradeissauce aus dem Flascherl getrunken ;-)

Meine Kinder essen am liebsten Cocktailtomaten mit Mozzarella und das am liebsten jeden Tag, weshalb ich heuerGartentomaten erstmals eigene Pflanzen im Garten habe und wir die ersten Tomaterl bereits geerntet haben.

Eine Schale Cocktailtomaten (250g) liefert übrigens nur 48 kcal – der ideale Zwischendurch-Snack jetzt im Sommer!

Was steckt in einer Tomate?

Tomaten bestehen zu 93% aus Wasser und enthalten viele Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Sie sind besonders reich an Vitamin C (vor allem in der Schale), Folsäure, Kalium und Magnesium. Lycopin ist der rote Farbstoff der Tomate und gehört zur Gruppe der Carotinoide.

Durch seine antioxidative Wirkung trägt Lycopin zum Abbau von freien Sauerstoffradikalen in den Körperzellen bei und schützt so vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. In einer Studie über 12 Jahre hinweg mit 1000 Männern zwischen 46 und 65 Jahren konnte gezeigt werden, dass Patienten mit dem höchsten Lycopin-Level im Blut (durch einen hohen Verzehr an Tomaten und Produkten aus Tomaten) ein um 55% niedrigeres Schlaganafallrisiko hatten als solche mit niedrigen Lycopin-Werten.

Tomaten roh oder gekocht?

Die Verwertbarkeit des Lycopins hängt stark von der Verarbeitung der Tomate ab. Durch Zerkleinern und schonendes Erhitzen kann man die Verfügbarkeit erhöhen.  Lycopin wird deshalb z.B. aus Tomatenmark und Tomatensaft besser aufgenommen als aus frischen Tomaten. Bei rohen Tomaten ist der Lycopingehalt in Freiland-Tomaten höher als in Gewächshaustomaten.

 

Tomatensaft als Regenerations-Getränk!

Die antioxidative Wirkung der Tomate bzw. von Tomatensaft im Speziellen wurden in zahlreichen Studien mit Sportlern nachgewiesen. So konnte z.B. in einer Untersuchung von Harms-Ringdahl et al. mit untrainierten gesunden Probanden gezeigt werden, dass durch die Zufuhr von täglich 150ml Tomatensaft die Serum-Konzentration von 8-oxodG (ein Biomarker zum Nachweis von oxidativem Stress in den Körperzellen) signifikant niedriger war als bei Trainierenden, die keinen Tomatensaft nach dem Training konsumierten.

In einer Studie von Tsitsimpikou et al. konnte bewiesen werden, dass sich die Zufuhr von Tomatensaft positiv auf die Reduktion der wichtigsten Biomarker für Muskelkater bzw. trainingsinduzierte Muskelschäden auswirkt. Sportler, die zwei Monate lang vor und nach einem anaeroben Training Tomatensaft konsumierten hatten, hatten signifikant niedrigere CPK- (Creatinphosphokinase) und LDH- (lactatdehydrogenase) Levels als die Kontrollgruppe.

Das heißt: Tomatensaft nach dem Training schützt vor Muskelkater und oxidativem Stress und beschleunigt somit die Regeneration!

 

Quellen:

Karppi J et al. Serum lycopene decreases the risk of stroke in men: a population-based follow-up study. Neurology. Oct 2012.

Harms-Ringdahl M et al. Tomato juice intake suppressed serum concentration of 8-oxodG after extensive physical activity.Nutrition Journal. 2012. (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3494535/)

Tsitsimpikou C et al. Administration of tomato juice ameliorates lactate dehydrogenase and creatinine kinase responses to anaerobic training. Food Chem Toxicol. Nov 2013.

 

 

Bildquelle Hauptbild: shutterstock.com

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